Jesus Weinte

Jesus weinte.“  (Joh 11,35)

Ein kurzer wie erschütternder Vers.

 

Herr der Himmel und der Erde, wieso weinst du?
Du, der Du das Leben bist, weinst im Anblick des Todes.
Du, vor dessen Angesicht Freude die Fülle zu finden ist, trauerst um deinen Freund.
Warum weinst Du, Herr, wo du doch den Tod von Lazarus hast geschehen lassen?
Warum weinst Du, Herr, wo du doch planst, Gott durch ein nie dagewesenes Wunder zu verherrlichen?
Warum weinst Du, Herr, wo du doch weißt, dass viele Menschen durch das Wunder glauben werden?
Herr, warum weinst Du?

Du weinst mit den Weinenden.
Du leidest mit den Leidenden.
Du seufzt, weil es Dich nicht kalt lässt.
Du teilst keine Trostpflaster aus, selbst wenn es göttliche wären.
Du hältst den Schmerz mit aus und bist tief bewegt von dem Leid.
Du fühlst die ganze Tragödie der Menschheit, die Folgen der Sünde, Leid, Krankheit, Schmerz, Tod.

 

Danke, Herr Jesus, dass Du trotz aller herrlichen Argumente für Freude trotzdem mit uns trauerst.
Danke, Herr Jesus, dass Du uns das Weinen nicht verbietest mit Blick auf das Gute, welches Gott aus Leiden wirken wird. 

 

Du schenkst „Zeit fürs Weinen und Zeit fürs Lachen, Zeit fürs Klagen und Zeit fürs Tanzen.“ (Pred 3,4)

 

Danke, dass Du uns vor deinem Angesicht weinen lässt.
Danke, dass Du mit uns weinst und trauerst.
Danke, dass Du mitfühlst, obwohl Du das Leid auf dich genommen hast.

Denn Du bist in unseren Schmerz hinuntergestiegen in die tiefsten Tiefen, ja, bist völlig hineingetaucht um selbst den Tod zu schmecken.
Damit wir ewig leben und niemals mehr weinen müssen.

 

Wie sehr freue ich mich mit unsagbarer Freude darauf, dass du einst auch meine Tränen abwischen wirst!
Für immer und ewig.

 

Danke, Herr Jesus!

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