Freiwillig leiden

Ein tiefsinniger Junge namens Austin fragte vor kurzem Joni E. Tada, ob sie mit 17 Jahren den Sprung ins Wasser gewagt hätte (bei dem sie sich ihr Genick brach), wenn sie gewusst hätte, was sie heute weiß?


Joni antwortete ihm in etwa so:
„Wenn ich damals gewusst hätte, dass Gott all das Leid der Querschnittslähmung dazu gebrauchen würde mit mir einen weltweiten Dienst für Menschen mit Behinderung aufzubauen, – dann hätte ich mich wahrscheinlich trotzdem dagegen und für funktionierende Arme und Beine entschieden. Einfach weil ich nicht die Kraft aufgebracht hätte, solches Leid auf mich zu nehmen.“

Dies ist eine ehrliche und nachvollziehbare Antwort! Wer könnte das schon? Nur einer: Jesus!
Jesus machte sich zielstrebig auf den Weg nach Jerusalem, den Ort seiner Leiden – fest entschlossen diesen Kelch auszutrinken. Er wusste genau, welche Schmerzen auf ihn warteten, schließlich war er der Erfinder und Schöpfer des menschlichen Körpers mit dem komplizierten Nervengeflecht für das Schmerzempfinden. Darüber hinaus wusste er von der geistlichen Komponente des ihm bevorstehenden Leids, von der wir nur eine leise Ahnung haben. Und doch wählte er diesen Weg freiwillig!

Auf seinem Weg nach Jerusalem sagte Jesus:
„Niemand nimmt [mein Leben] von mir, sondern ich lasse es von mir aus. Ich habe Vollmacht, es zu lassen, und habe Vollmacht, es wieder zu nehmen. Diesen Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen.“ (Joh 10,18)

Aber auch Jesus steckte das nicht einfach so weg. Er sagte kurz vor seiner Hinrichtung:
„Mein Herz ist jetzt voll Angst und Unruhe. Soll ich sagen: Vater, rette mich vor dem, was auf mich zukommt? Nein, denn jetzt ist die Zeit da; jetzt geschieht das, wofür ich gekommen bin.“ (Joh 12,27)

Er wusste aber auch, wozu er es tat und verhieß:
„Ich aber werde über die Erde erhöht werden und werde dann alle zu mir ziehen.“ (Joh 12,32)

Weil Jesus das Leiden wählte und sein Leben freiwillig gab, dürfen nun Du und ich leben!

PS: Joni endete mit den Worten: „Ich habe keine Kraft für solch ein leidvolles Leben – aber Christus schon! Gott hat mich bald 60 Jahre mit der Querschnittslähmung hindurch getragen. Er hat es getan. Er lebt in mir. All die Jahre ist es Christus in mir!“

 
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